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Brauche ich eine Hebamme bei einer Fehlgeburt?

  • Lesedauer:5 min Lesezeit

Eine Fehlgeburt kann ein schmerzliches Ereignis in einer Schwangerschaft sein und es gibt viele unterschiedliche Reaktionen der Eltern darauf. In diesen schweren Tagen seid ihr nicht allein. Viele Frauen wissen nicht, was sie tun sollen oder ob sie überhaupt Hilfe brauchen, da fast niemand über das Thema Fehlgeburten spricht. Doch hier besteht Redebedarf. Die Hebamme ist nicht nur Ansprechpartnerin für alle Fragen rundum das Baby, sondern sie ist auch für das körperliche und seelische Wohlergehen der Mutter da.

In diesem Blogpost möchten wir dir erklären, warum du auch in einer Situation wie dieser die Hebammenhilfe in Anspruch nehmen solltest und was sie für dich tun kann.

Inhaltsverzeichnis

Hebammen sind nicht nur für die Geburt zuständig

Egal in welchem Status der Schwangerschaft eine Frau sich befindet hat sie Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme, sowie während und nach der Geburt des Kindes im Wochenbett. Ärzte und Hebammen können Eltern Antworten auf medizinische Fragen rund um Fehlgeburten geben. Hebammen insbesondere können dabei vor allem auch seelisch eine wertvolle Unterstützung bei Fehlgeburten sein. Sie können dir helfen, deine Erfahrungen zu verarbeiten und dich dabei unterstützen, dich auf die kommenden Schwangerschaften vorzubereiten.

Hebammen stehen auch bei einer Fehlgeburt an deiner Seite

Wenn das Baby stirbt und du eine Fehlgeburt erleidest, kannst du ebenfalls eine Hebamme in Anspruch nehmen. Im Falle einer ‚kleinen Geburt‘ in der Frühschwangerschaft kann die Hebamme deine Geburt begleiten, die Kosten werden von deiner Krankenkasse übernommen. Eine Fehlgeburt ist ein sehr schmerzhaftes und trauriges Ereignis und es ist völlig normal, dass du dich in dieser Situation nach Support sehnst. Eine Hebamme kann dir helfen, den Verlust zu verarbeiten und dich durch diese schwere Zeit begleiten.

Hebammen sind auch für diejenigen da, die vorher keinen Kontakt zu einer solchen hatten. Viele Frauen wissen nicht, dass sie eine Hebamme kontaktieren können, wenn sie eine Fehlgeburt erleiden. Dies ist jedoch ein sehr wichtiger Schritt, um das Erlebte für sich zu verarbeiten und Antworten zu finden.

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Eine Hebamme kann eine wichtige Stütze sein

Viele Frauen fühlen sich nach einer Fehlgeburt allein und verlassen, da es oft keine sichtbare Erinnerung an das Kind gibt. Eine Hebamme kann helfen, diese Gefühle zu verarbeiten und die Frau dabei unterstützen, ihren Weg zurück in ein normales Leben zu finden.

Eine Hebamme kann Eltern, die gerade eine Fehlgeburt erleiden mussten, beispielsweise im ‚kleinen Wochenbett‘ physisch und psychisch unterstützen und Beiseite stehen. Auch kann das natürliche Abstillen bei einer Fehlgeburt in der späteren Schwangerschaft von der Hebamme begleitet werden, entscheidet sich die Mutter gegen eine Abstilltablette.

Es besteht Anspruch auf eine Betreuung im Wochenbett durch eine Hebamme nach einer Fehlgeburt. Wie genau diese abgerechnet wird und wie lange die Betreuung gewährleistet werden kann, besprich am besten mit deiner Krankenkasse. Als Basis hierfür kannst du die Hebammen-Vergütungsvereinbarung zur Hilfe nehmen (Quelle: *1).

Fazit

In schwierigen Zeiten, wie beispielsweise einer vorzeitigen Beendigung einer Schwangerschaft, können Hebammen eine wertvolle Hilfe sein und dazu beitragen, dass die Mutter sich besser fühlt. Eine schwangere Frau, die es plötzlich nicht mehr ist, kann ein Hormon- und Gefühlschaos durchleben, bei dem sie Hilfe gut annehmen kann. Denn die Betreuenden sind nicht nur fachkundig, sondern auch einfühlsam und verstehen die Bedürfnisse ihrer Patientinnen. Wenn du eine Fehlgeburt erleidest und somit dein Kind verlierst, kann eine Hebamme euch als Eltern Antworten geben und dir dabei helfen, den Verlust zu verarbeiten. Sie können auch bei der Suche nach Ressourcen und Informationen behilflich sein. Du kannst dir sicher sein, dass du in guten Händen bist.

Registriere dich hier und finde im Nu deine Hebamme.

Quellen und weitere Infos gibt’s hier:

1* https://www.hebammengesetz.de/anlage1.pdf

awd

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