You are currently viewing Wie schreibe ich eine Hebamme an?

Wie schreibe ich eine Hebamme an?

  • Lesedauer:6 min Lesezeit

Eine Hebamme ist ein Segen für uns Frauen und jede werdende Mutter. Wir erklären dir, warum das so ist, und geben dir Tipps, wie du im besten Fall eine Hebamme anschreiben und damit die perfekte Hebamme für dich finden kannst.

Inhaltsverzeichnis

Warum eine Hebamme so wertvoll ist

Eine Hebamme ist ein so wertvoller Teil des Gesundheitssystems, weil sie eine Expertin auf dem Gebiet der Schwangerschaft und Geburt ist. Sie kann Frauen und werdenden Müttern helfen, sich auf die bevorstehende Geburt von ihrem Baby vorzubereiten, indem sie ihnen medizinisch wichtige Informationen gibt, sie ermutigt und emotional beisteht. Während der Geburt selbst ist eine Hebamme eine großartige Unterstützung für die Mutter, da sie genau weiß, was zu tun ist, um die Geburt so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten. Deswegen ist es sehr wichtig, eine Hebamme für die Vorsorge und das Wochenbett zu finden.

Nach der Geburt kann eine Hebamme auch bei der Pflege des Neugeborenen und der Versorgung der Mutter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Kurz gesagt, eine Hebamme ist ein unverzichtbarer Teil des Gesundheitssystems, weil sie Müttern und ihren Kindern vom Beginn der Schwangerschaft bis hin zur Nachsorge nach der Geburt helfen kann. Genau darum werden die Hebammenleistungen auch von allen gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt. Allerdings muss man selbst eine Hebamme finden. Erfahre dazu mehr im Artikel wie du eine Hebamme finden kannst.

Eine Frau auf dem Boden sitzend, mit ihrem Lapotp auf dem Schoß.

Hebamme anschreiben – aber wie?

Zunächst gilt es zu beachten, dass wir in Deutschland einen flächendeckenden Hebammenmangel haben, der es schwierig macht, überhaupt eine Hebamme zu finden.

Somit haben viele Hebammen durch ihren Beruf wenig Kapazität und einen vollen Terminkalender. Jede ausschweifende E-Mail kann somit eine echte Belastung sein. Für dich als Schwangere heißt das, dass du dir am besten darüber Gedanken machst, wie du eine Hebamme anschreiben kannst, damit sich deine Chancen erhöhen, eine Antwort zu bekommen.

Hebamme anschreiben? 5 Tipps:

  1. Informiere dich darüber, auf welchem Weg die Hebamme kontaktiert werden möchte. E-Mail? Telefon? Formular auf der Website? Jede Hebamme arbeitet anders und das gilt es zu respektieren.
  2. Finde heraus, für welche Phase du eine Hebamme haben möchtest; Schwangerschaft und Vorsorge, Geburt oder Nachsorge. Und dann achte bei der Hebammensuche darauf, ob die ausgewählte Hebamme diese Bereiche überhaupt abdeckt. Es gibt Hebammen, die nur das Wochenbett betreuen. Es gibt Hebammen, die auch die Vorsorge mitübernehmen möchten und welche, die dir gleichzeitig auch noch den Geburtsvorbereitungskurs anbieten. Achte darauf und du kannst dir und der Hebamme unnötige Arbeit ersparen.
  3. Wähle einen freundlichen Ton und halte dich kurz. Die wichtigsten Angaben in der Mail sind dein errechneter Termin (ET), dein Wohnort und deine Telefonnummer. Du kannst, wenn du möchtest, noch ergänzen, ob du z.B. Erstgebärende oder Mehrgebärende bist bzw. gewisse Wünsche für die Betreuung hast.
  4. Sammle deine Fragen, bevor du in Kontakt trittst. Je fokussierter du deine Fragen stellst, desto effizienter verläuft die Kontaktaufnahme.
  5. Falls die Antwort auf deine E-Mail längere Zeit ausbleiben sollte, rufe direkt an. mache Hebammen sind telefonisch leichter zu erreichen und haben einfach nicht genug Zeit, ausführlich die E-Mails zu beantworten.

Lies hier nach, ab wann du eine Hebamme brauchst und was du bei der Suche alles beachten musst.

Tipp

Sollte sich noch ein Umzug in der Schwangerschaft abzeichnen, gebe die Info und den geplanten neuen Wohnort, und den Zeitpunkt des umzugs, direkt bei der Hebammensuche mit an. In jedem Fall solltest du deine Hebamme rechtzeitig bei einem Umzug informieren. Falls sie dich dort nicht mehr betreuen kann, solltest du frühzeitig eine weitere Hebamme am neuen Wohnort suchen.

Musteranfrage als Vorlage zum Hebamme anschreiben

Sehr geehrte Frau … ,

ich bin auf der Suche nach einer Hebamme, die mich in der aufregenden Zeit meiner Schwangerschaft / Geburt / Wochenbett betreut.

Mein Geburtstermin ist der TT/MM/YYYY.

Meine Wohnadresse ist: …

Haben Sie Kapazität für mich in dieser Zeit?

Ich würde mich sehr über einen Rückruf unter der folgenden Nummer freuen: +49 … …

Vielen Dank für Ihre Zeit und viele Grüße
Anna Mustermann

Die besten Tipps für die Wahl einer Hebamme

Die Zeit der Schwangerschaft, die Geburt deines Kindes und das Wochenbett ist eine besondere Phase in deinem Leben. Somit ist es wichtig, wer dir hier zur Seite steht. Die folgenden drei Tipps sollen dir bei der Wahl einer Hebamme helfen.

  1. Nimm dir Zeit, um die verschiedenen Hebammen in deiner Gegend kennenzulernen, indem du dich direkt mit deinem positiven Schwangerschaftstest auf die Suche nach einer Hebamme machst. Respektiere dabei jedoch die kostbare Zeit der Hebammen, indem du zuvor beispielsweise die Webseite durchkämmst und die grundlegenden Fragen geklärt hast.
  2. Sei dir klar darüber, was für eine Art von Geburt und Betreuung du dir vorstellst und informiere dich dann über die Einstellung und Erfahrung der Hebamme. Stelle die wesentlichen Fragen direkt beim Kennenlerngespräch. Es ist wichtig, dass eure Einstellungen und Vorstellungen zusammenpassen. Sollte dies nicht der Fall sein, kommuniziere das offen mit der Hebamme und suche weiter.
  3. Sprich mit Freunden, Familie und anderen Frauen, die bereits Erfahrung mit Hebammen haben. Nimm dir Zeit, dich zu informieren und alle möglichen Optionen zu erkunden. Besprich deine Vorstellungen mit der Hebamme, bevor ihr die Betreuung final macht.
  4. Mach dich nicht verrückt, die perfekte Hebamme zu finden. Denn 1. ist niemand perfekt, und 2. wirst du die Hebamme erst richtig in der Betreuung kennenlernen und kannst somit erst viel später wirklich bewerten, ob du dich in der Betreuung wohl fühlst. Es bleibt daher immer eine gewisse Unsicherheit, ob ihr den Match eures Lebens haben werdet oder euch für das nächste Mal lieber doch eine andere Hebamme wünscht.

Fazit

Achte also beim Anschreiben einer Hebamme insbesondere darauf, dass du die wichtigsten Eckdaten wie Geburtstermin, Wohnort und Telefonnummer in deiner Mail übersichtlich nennst und lege dabei einen freundlichen und respektvollen Ton an den Tag. Vermeide viele persönliche Informationen (z.B. ein “Bewerbungsschreiben”), die nicht relevant sind. Hebammen in Deutschland sind sehr gefragt und durch ihre Arbeitsbelastung oftmals leider ziemlich überlastet.

Der beste Weg, sich für eine Hebamme zu entscheiden, ist natürlich durch das  persönliche Kennenlernen. Dies sollte jedoch wirklich nur bei den engsten ein bis zwei Hebammen der Fall sein, denn die Idee des “Hebammencastings” sollte nicht verfolgt werden. Wir sollten den Beruf der Hebamme und ihre Zeitschätzen, denn sie sind so wertvoll für uns mit der Arbeit, die sie täglich leisten. Und wir sollten uns bewusst sein, dass hinter fast jeder Hebammenbetreuung nochmal eine lange Warteschlange an Schwangeren steht, die unheimlich dankbar wären für ihre Betreuung.

Weitere Infos zum Hebammenmangel gibt es hier:

https://www.unsere-hebammen.de

Bitte meldet dem Verband, wenn ihr trotz aller Bemühen keine Hebamme gefunden habt:

https://www.unsere-hebammen.de/aktionen/unterversorgung-melden/

awd

Schreibe einen Kommentar